Vor dem Schlafengehen
Kalt und ruhig schaut er hinab
und ich hinauf, wenn ich ihn sehe,
weil ich eines nicht verstehe:
Wie kann ein Ding aus kahlem Stein
so schrecklich faszinierend sein?
Kalt und ruhig schaut er hinab
und ich hinauf, wenn ich ihn sehe,
weil ich eines nicht verstehe:
Wie kann ein Ding aus kahlem Stein
so schrecklich faszinierend sein?
In einem Café am Park, unter Buchen,saß er verschwunden in seinem Kopf,er dachte an alles und fragte nach Kuchenund aß letztlich nur einen Heidelbeerzopf. Er blinzelte manchmal, als ob ihn was quälteund schaute auf einmal ganz plötzlich zu ihr,seitdem sah er heimlich, ich wette er zähltedie fehlenden Meter, sie saß an der Tür. Wann immer…
Nein, alte vom rostigen Zahn der Zeit zerfressene Uhr,du brauchst dich nicht zu schämen für dein Kleid,für deine aus Zahnrädern bestehende Zeitmessapparaturund schon gar nicht für die bei dir längst stehen gebliebene Zeit.Die jungen Spunde von heute, die mit den leuchtenden Zahlen,die statt Zeigerstellungen lustige Striche malen,verlieren ohne Strom ihr Gesicht,du, alte Uhr, du nicht.[2008]
Im Schilfdickicht, wo es kraftvoll gedeiht,lag, von Natur umspielt und gefangen,ein rostroter Kahn, der sich mit den langenWellenbergen zur Ruhe neigt. Er wiegt sich nur langsam, er kennt seine Fristund rostet hinüber in die Naturund schmilzt, wenn es regnet, doch hält er sich stur,da er längst auf Grund gegangen ist. Und manchmal im Herbst, wenn…
Die Straßen sind voll in unseren Tagen,das muss man ertragen,so halte den Ärger im Maße.Und fahr einfach so, als gehört dir dein Wagenund nicht, wie du glaubst, die Straße.
Allgemeine Kontrolle der Sachen:„Papiere in Ordnung, genau, wie der Wagen,wir würden gern noch einen Drogentest machen.“„Na gut, dann zeigen sie mal, was sie haben…“[2014]
Ich seh’ den Mondam Firmamentund vielleicht schläfst du jetzt.Wie ungewohnt,so weit getrennt,viel mehr, als man so schätzt. Zu dir kann ichleider nicht,so sehr ich mich verbiege;Ich seh’ ihn anund er sieht dichund alles, was ich liebe…[2016]