Recht auf Information
Am Tag als Frust und Wut gediehen,
man hatte schon zu oft verziehen.
Als ob das Grauen nach uns rief,
rannte keiner ihm entgegen
auf den ausgelatschten Wegen,
nur der Fernseher lief und lief und lief…
[2008]
Am Tag als Frust und Wut gediehen,
man hatte schon zu oft verziehen.
Als ob das Grauen nach uns rief,
rannte keiner ihm entgegen
auf den ausgelatschten Wegen,
nur der Fernseher lief und lief und lief…
[2008]
Plötzlich wurde er zur Autobahn gerufen,der Dichter wundert sich, aber marschiert,betritt das Kiesbett, was die Bauarbeiter schufen,läuft auf sie zu und ist durchaus irritiert; Was genau könne er hier schon verrichtenin Anbetracht von Baggern und anderem Gerät?„Nun, laut Bauplan startet heute das Verdichtenund da müssten sie doch wissen, wie das geht.“
Die Sonne brennt Rost von den Gleisenund taucht sie in allerhand Farbenund dann und wann sieht man die Leute verreisenund Wurst im Mitropawagen verspeisenund keine Zeit zum Zurückwinken haben.[2005]
(zur Geburt von meinem Sohn Theo)Es ist immer dasselbe, es ist außergewöhnlich.Knopfaugen klauben die Bilder der Welt.Der ewige Kreislauf stimmt Zweifler versöhnlich,wir halten behutsam das, was uns hält. Nun sehen wir anders, seit Störche hier landen,verstehen das “Was“ und begehen das “Wie“.Nur weil schon alles gesagt ist,ist längst nicht alles verstanden,wir haben jetzt unsere eigene…
[in Gedenken, 23.02.1899 – 29.06.1974, RiF]Einer, der zwischen den Schubkästen wandelt,einer, der etwas zu sagen hat,es sagt und sich damit Ärger einhandeltich hätte den Eiertanz sicher schon satt. Er lässt kein Haar an den lenkenden Köpfenund bittere Wahrheiten schmecken kein Stück,er öffnet die Deckel von köchelnden Töpfen,ein trauriges Weltbild verdampft jedes Glück. Als Nörgler und…
Er sitzt auf seinem Sessel und schiebt die Langeweile,wie einen Suppenkesselund völlig ohne Eileohne Grund umher,nicht mehr. Da springt er plötzlich auf,sein Chef kommt in das Zimmer,das ist schon fast ein Brauch,er läuft genau wie immerohne Grund umher,nicht mehr.[2007]
Langsam füllen sich die Ränge,Flieder, Farn auf Stein und Teerund hier und da ein Löwenzahn,Pusteblume, nebenan;Wer oben sitzt genießt das Flair, wer nicht, der hofft auf einen Thron.Gut besucht ist es hier schon,nur Pferdewetten gibt’s nicht mehr.[2005]