Unbesiegbar

Kleine Blume auf der Wiese,
stehst so da und lächelst warm,
nimmst die Blicke in den Arm
und du streichelst diese.

So zerbrechlich sind die Blüten,
die der Stängel tapfer hält,
gegen Winde dieser Welt
muss er Schönheit hüten.

Tausend kleine Pollen fliegen
und sie tragen reiches Gut
voller Tatendrang und Mut
und bleiben später liegen.

Sie werden neue Wurzeln schlagen
tief im Erdreich festgekrallt
dann wachsen alsbald
und wollen Blüten tragen.

Wer immer Dir die Krone bricht
lässt neue Samen fliegen
und so zerbrechlich du auch bist,
er kann dich nicht besiegen.
[2007]

Ähnliche Beiträge

  • |

    Achtzig

    [zum 80. Geburtstag von Brigitte Kluthe]Manch Nörgler nörgelt sich nie satt,du jammerst nicht, kein Stück.Du läufst den ganzen Weg zur Stadt,wenn’s sein muss, auch zurück. Du wischt im Hausflur, kein Problem,dann schnell zum Einkaufsladen,um kurz darauf zum Sport zu gehen,an ganz entspannten Tagen. Und du bereist die halbe Weltund kommst zurück nach Hause,blickst auf dein…

  • Stummer Nekrolog

    Der runde Vollmond stehtam Himmel ganz allein,so ist die Schicht, er kann ja nichts dafür.Er leuchtet noch so spätden letzten Säufer Heim.Der Kneiper schließt benommen seine Tür. Geräusche werden wach,die niemand wirklich hört,außer jenem, der sie wirklich hören will.Die Straßenbahn macht Krach,woran sich keiner stört,denn kurz darauf ist alles wieder still. Die Stadt schläft niemals…

  • |

    Arbeit

    Er sitzt auf seinem Sessel und schiebt die Langeweile,wie einen Suppenkesselund völlig ohne Eileohne Grund umher,nicht mehr. Da springt er plötzlich auf,sein Chef kommt in das Zimmer,das ist schon fast ein Brauch,er läuft genau wie immerohne Grund umher,nicht mehr.[2007]