Essen über Bord
Der Dampfer schwankt vom Sturm besessen,
Frühstück bringt ein Kellner her:
„Wollen sie es selbst noch essen
oder kann es gleich ins Meer?“
[2014]
Der Dampfer schwankt vom Sturm besessen,
Frühstück bringt ein Kellner her:
„Wollen sie es selbst noch essen
oder kann es gleich ins Meer?“
[2014]
Dunkel ist es geworden,Eisig pusten die Winde,Ziepen an Nase und Ohren,Entschieden zu kalt, wie ich finde.Man schaut dann in zahlreiche Lichter,Bibbert und läuft noch ein Stück,Ein Glühweinstand kommt immer dichter,Ruckzuck ist die Wärme zurück.[2018]
Sinnierend darüber, was es bedeute,dem Fahrrad ein Tier an den Rahmen zu hängen,fuhr ich im Auto, gerade erst heutedes Nächtens stadtauswärts und kam ins Bedrängen: Ein Radler wähnte die Straße als seineUnd fuhr ohne Gnade und auch ohne Licht,Jetzt weiß ich, was der Volksmund wohl meine,wenn er von einem Drahtesel spricht.[2012]
Der Werkstattkunde kam ziemlich geladen,er brachte vor Tagen, seinen Wagen,nach dessen Versagen.Nun kam er, um nach der Diagnose fragen.Vielleicht ist ja nur die Batterie im Argenes hat auch schon länger so komisch geknackt,beim Schalten gehackt, das schlägt auf den Magen… Der Schlosser schaut zweifelnd, als würde er sagen:„Die Batterie ist noch gut, da gibt’s nichts…
Das hatte doch etwas, am Abgrund zu leben,so ganz ohne Kaufkraft und dinglichen Neidund alles romantisch, man mochte sich ebenund teilte statt den Millionen die Zeit. Die Tage sind länger, der Himmel ist blauer,man hatte die Augen auf Dinge trainiert,die so ein Weltmensch selbst bei genauerBetrachtung einfach nicht registriert. Ein besseres Leben, als eines mit…
[Reiner Maria Rilkes „Der Panther“ 2.0;auf der Bundesstraße 96, bei Teschendorf]Sein Blick ist vom Vorüberziehn der Streifenso schwer geworden, dass er kaum noch wacht.Ihm ist, als würden alle Zeichen weichen,nur seine Leuchten streifen durch die Nacht. Der tiefe Schluck gewagter Restbelebungdie er vom Energiegetränk bezog,Ist wie die präventive Bitte um Vergebungdie er sich stoisch ins…
Es lag an einem Wiesenpfadversteckt, leicht in den Wald gezogen,neben einem alten Rad,ein Radio, welches, schräg rechts obeneinen Knopf zum Drehen hat. Es sah so traurig und verstörtaus. Als ich es dort erblickte,merkte ich, wie ich mich bückte,da es wohl keinem mehr gehört. Ich hab es einfach mitgenommen,heilbekommen hab ich’s nicht,nur warm hat es das…