Reise nach Jerusalem

Wieder eine Etappe,
wieder ein Stückchen vom Weg,
wieder fällt eine Klappe
als Szenenwechselbeleg.

Wieder verhelfen Verbände
gegen die letzten Blessuren.
Die Zeit setzt den Schmerzen ein Ende
und formt aus den Naben Uhren.

Wieder vergisst man Geschichten
und wieder schließt eine Tür,
das wird die Gedanken vernichten,
wir hassen sie manchmal dafür.

Man rechnet so oft variabel,
zu schnell können Vorzeichen drehen,
dann hilft in der dunkelsten Fabel
nur die Konstante zum Sehen.

Wieder einmal fehlen Stühle,
wieder beginnt die Musik,
wieder bleiben Gefühle
und Bilder, von dem, den man liebt.
[2007]

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