Lotus
Ein Gewächs mit zarter Blüte,
Bienen kommen gern in Scharen,
wissen um die große Güte…
…ich will lieber einen fahren.
[2014]
Ein Gewächs mit zarter Blüte,
Bienen kommen gern in Scharen,
wissen um die große Güte…
…ich will lieber einen fahren.
[2014]
Das Jahr ging wieder schallend vorüber,an Zimmerdecken hängen Ballons,die Straßen sind voller leerer Kartonsund Sektflaschen kleckerten drüber. Der Wirt latscht leise lallend ins Bett,die Fässer fast leer, das hat sich gelohnt,Silvester hat ihn nicht wirklich verschont,Der Umsatz macht die Blessuren schon wett. Atmen und fegen, die Laufwege räumen,und fremde von eigenen Sachen trennen,zum Frühstück bleiben…
Hast du dich nie gewundert, dass immer alles stimmt,der Kreislauf der Gezeiten, die Sonne und der Wind,die lange Nahrungskette, die Fliehkraft und der Fall,das Leben im Gesamten, die Rotation im All.Der Mensch beginnt mit Akribie sich sehr zu interessieren,seziert, zerlegt, zerfetzt, zerhacktwarum nun alles so gut klappt. – Solange wir nicht wissen wie,wird es funktionieren.
Die Frau kann es leider nicht mehr ertragen,sie bleibt nur wenn endlich die Autos verschwinden,also biete ich nun meine Wagen,schönere werden sie nirgendwo finden: Ein Jaguar, rot und mit sportlichen Sitzen,Spitzengeschwindigkeit: zweihundertzwanzig,ein neunelfer Porsche mit Überrollstützenund neuem Verdeck, denn das alte war ranzig. Zweihunderttausend sollen sie kosten,ein günstiger Preis für gefragte Karossen.Regen? Ein Fremdwort, genauso…
Die Kinder nutzen sie lange nicht mehr,sie ist stark verwittert und schält ihre Hautund wenn dann da wer ihrem Blechkleid vertraut,geht es nur schwer (und leider nur laut). Und spät, wenn der Mond seine Nachtwinde bringt,setzt Westwind – Junior sich in ihren Schoß,er gibt ihr dann einen behutsamen Stoßund lauscht, wenn sie leise die Jugend…
Der Kopf aus dem Fenster.Was ist denn nur los?Der Typ mit dem Benz damacht sich ganz groß.Abgeschnallt, ausgestiegen,hin und auch her überlegt,Radio an, Radio ausgeblieben.Jetzt ist es sowieso schon zu spät. Motor aus, Motor startenund ein paar Meter weiter wieder warten… Durst und was knabbernkönnte man gut,die Kinderlein plappern,weil sich nichts tut.Leute lehnen an den…
Zeitgenössische Kulturin Versform schmilzt mit jedem Tage,das verstört ganz ohne Fragedie dichterische Frohnatur. Poesie in einer Welt,die Marktforschung uns prophezeitebringt bei einer Börsenpleiteleider viel zu wenig Geld. Bei Real TV und Kinowahnund dolby digitalen Wänden,Leuchtschriften auf Unterhemden,schrei’n Gedichte bis sie dannheiser auf den Billigständenunbemerkt von uns verenden.(verzeihen sie; das kotzt mich an!)[2006]