Belehrung nach der StVO
Die Straßen sind voll in unseren Tagen,
das muss man ertragen,
so halte den Ärger im Maße.
Und fahr einfach so, als gehört dir dein Wagen
und nicht, wie du glaubst, die Straße.
Die Straßen sind voll in unseren Tagen,
das muss man ertragen,
so halte den Ärger im Maße.
Und fahr einfach so, als gehört dir dein Wagen
und nicht, wie du glaubst, die Straße.
Die Kombination aus Auto und Eilemachte ihn mutig, er fuhr recht riskant.Vorteil: Er hatte kaum Langeweile.Nachteil: Er wurde leider erkannt. Die Ampel war rot, er fuhr auf die Schnelleund drückte den Zeitdruck in das Pedal.Es blitzt und von rechts bekam er die Kelleund die Polizistin verdeutlicht verbal: „Ich sah sie das Rotlicht schlicht ignorieren!“„Na gut“,…
Du wurdest geboren und ich stand daneben,du hast mich daraufhin angesehen.Nun werde ich mein verbleibendes Lebenhinter dir stehen.[2009]
Berufsverkehr, die Leute drängen,Türen machen langsam schlapp,zwei zu Späte bleiben hängenund fallen nach zehn Metern ab. Der Boden ist schon am Verbiegenmanchmal flutscht auch jemand raus.Ist wer neues eingestiegen,drückt sich das mit Hochdruck aus. Fragt einer mich, ob ich vielleichtbereit wäre ihm zu gestehen,wie alt ich sei, das fällt mir leichtund frage gleich, worum soll’s…
Die Freundschaft ist längst formatiert,sie wartet hinter jedem Klick.Man fragt sie an, sie wird quittiert,je nachdem, wie schnell man drückt. Alles katalogisiert,keine Freundschaft wird vergessenund ein Merksystem notiertGröße, Alter, Lieblingsessen. Und welches Fest sie auch bestreiten,wirklich jeder gratuliert,der Austausch vieler Herzlichkeitenwurde automatisiert. Was bleibt, sind Freunde und zuletztdie Frage, wie man trotzdem trennt,wen man davon…
Zeitgenössische Kulturin Versform schmilzt mit jedem Tage,das verstört ganz ohne Fragedie dichterische Frohnatur. Poesie in einer Welt,die Marktforschung uns prophezeitebringt bei einer Börsenpleiteleider viel zu wenig Geld. Bei Real TV und Kinowahnund dolby digitalen Wänden,Leuchtschriften auf Unterhemden,schrei’n Gedichte bis sie dannheiser auf den Billigständenunbemerkt von uns verenden.(verzeihen sie; das kotzt mich an!)[2006]
Traurig ist es, irgendwie,auf seine Zeit zurückzuschauen,Erinnerungen zu zerkauen,Überlebensstrategiebleibt, neue Schlösser zu erbauen. Neue Wege, die entstehen,durch alte, die ganz leis verblassenbis sie den Stadtplan ganz verlassen,sich selbst um sich allein nur drehenund einzig sich als Zweck erfassen. Neue Ziele sollen leiten,durch die kranke Ironie,Erinnerungen töten die,die noch sind in alten Zeiten.Ja, traurig ist es…